Isabel Abedi: Die längste Nacht – Rezension

 

Isabel Abedi, Die längste Nacht
Erschienen im März 2016 im Arena Verlag

Das Buch „Die längste Nacht“ von Isabel Abedi handelt von der jungen Vita, die gerade ihr Abitur hinter sich gelassen hat und nun voller Vorfreude mit ihren beiden besten Freunden Danilo und Trixie in einem Bulli durch Europa reisen möchte. Bevor sie aufbricht, entdeckt sie ein Skript auf dem Schreibtisch ihres Vaters und überfliegt es grob, einige Dinge bleiben ihr aber im Kopf hängen. Als das Trio schließlich in Italien ist und das verschlafene Örtchen Viagello erreicht, dessen Namen Vita aus dem Manuskript erkennt, treffen sie auf Luca, den Vita sehr anziehend findet. Durch das Treffen mit Luca und den Aufenthalt in der italienischen Kleinstadt verändert sich Vitas komplettes Leben und alles hat mit ihrer großen Schwester Livia zu tun – doch diese ist schon lange tot. Kommt Vita hinter die Verschwörung mit ihrer Schwester Livia?

Zuerst möchte ich anmerken, dass mir Isabel Abedis Schreibstil schon in allen ihren bisherigen Erscheinungen sehr gut gefallen hat und ich schon nach den ersten Seiten in die Geschichte einfügen konnte.

Die Story um Vita, Luca und Livia hat mir ebenfalls gut gefallen. Das gesamte Buch wird aus der Sicht Vitas die Handlung beschrieben und man bekommt einen ziemlich guten Einblick in ihre Gefühlslage und Gedankengänge. Sie erzählt die Handlung und weiß also schon wie sich die Dinge entwickeln, weshalb es Passagen gibt, in denen Vita Hinweise auf die weiterführende Handlung gibt, aber nie zu viel verrät. Das macht das Buch meiner Meinung nach sehr aufregend und ich wollte auch sofort weiter lesen, was ich auch getan habe, denn ich habe „Die längste Nacht“ innerhalb eines Tages beendet. Das Rätsel um die Vergangenheit von Vitas Familie ist sehr spannend, wie ich finde, da sich ihre Eltern, vor allem ihre Mutter, äußerst merkwürdig verhalten. Zum Beispiel hat Vitas Mutter immer einen streng geregelten Tagesablauf und spricht auch nie über ihre verstorbene Tochter Livia. Außerdem hat Vitas Mutter alle Erinnerungen an Livia aus dem Umfeld der Familie geschafft. Nach und nach deckt Vita also das Geheimnis um ihre Familie im weit entfernten Italien auf und es entstanden dabei in meinem Kopf diverse Vermutungen, wie Dinge passiert sein könnten und wer an welchen Aktionen beteiligt war.  Das allerdings ist auch meiner Meinung nach die einzige Schwachstelle des Buchs: Man stellt Vermutungen auf, die sich dann als wahr heraus stellen und so wird man nicht von einer spektakulären Verschwörungstheorie überrascht, sondern lediglich in seinen Vermutungen bestätigt. Dennoch konnte mich das abschließende Ende doch überraschen und ich habe mich sehr gewundert, an welcher Stelle im Buch ich die Anzeichen verpasst habe.

Insgesamt finde ich „Die längste Nacht“ von Isabel Abedi ein sehr gelungenes Buch, das einen fest in seinen Bann zieht und man unbedingt mit Vita in die Vergangenheit ihrer Schwester eintauche.

Meine Bewertung: 9/10

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