Elena Ferrante: Die Geschichte der getrennten Wege – Rezension

– Ein unglaubliches Portrait über eine Freundschaft –

Nachdem wir im ersten Teil der Neapolitanischen Saga, „Meine geniale Freundin“, die Kindheit von Elena und Lila und im zweiten Teil „Die Geschichte eines neuen Namens“ die Jugendjahre erfahren haben, geht es im dritten Teil „Die Geschichte der getrennten Wege“ um das Erwachsenenalter der beiden Frauen. Wer die anderen Teile noch nicht gelesen hat, sollte die Rezension hierzu auch noch nicht lesen, denn sie wäre nur ein Spoiler!!

Lila hat ihren Mann verlassen und lebt mit Enzo und ihrem Sohn zusammen. Lange haben Elena und Lila den Kontakt zueinander verloren, da Elena zum studieren umgezogen ist. Nach langen Jahren des Lernens und Studierens macht Elena ihren Doktor und die Leute aus dem Rione sind stolz auf sie. Auch ihre Mutter, die ja scheinbar immer etwas an Elena auszusetzten hat, ist stolz auf sie. Elena veröffentlicht ihren ersten Roman, der aufgrund freizügigen Passagen viel Aufsehen erregt. Doch Elena verdient gutes Geld mit dem Roman, er wird sogar in andere Sprachen übersetzt. Während dieser Zeit haben die beiden Freundinnen kaum Kontakt zueinander. Lila arbeitet in einer Wurstfabrik und muss täglich Schikanen von männlichen Mitarbeitern auf sich nehmen. Elena reist in ganz Italien herum um Werbung für ihr Buch zu machen. Während ihres Studiums trifft Elena auch auf ihren zukünftigen Mann Pietro. Die beiden wollen nur standesamtlich heiraten und nicht kirchlich, weswegen sich Elenas Mutter quer stellt und die Fassung verliert. Mit den Jahren wird es in Italien auch politisch immer aufregender, denn Teile der Bevölkerung wollen eine Revolution. Auch Elena und einige ihrer Freunde lassen sich in diesen Umsturz hinein ziehen. Wird Elenas Ehe genauso scheitern wie die von Lila oder wird sie es schaffen? Kann sie dem Druck der Öffentlichkeit durch ihre erlangte Berühmtheit als Autorin stand halten? Und was wird aus der geplanten Revolution?

Elena ist noch immer sehr ehrgeizig. Sie lernt viel und lernt, sich der Elite Italiens einen Namen zu machen, wodurch sie dann schließlich auch Pietro kennen lernt. Elena liebt zwar einen anderen für immer, doch sie denkt, dass sie Pietro auch lieben kann, nur halt nicht so intensiv. Bei der Heirat steht ihr nicht Pietros Vermögen im Vordergrund, da sie als erfolgreiche Autorin selbst genügend Geld hat.

Von Lila bekommt man in diesem Teil des Buches nur stückweise etwas mit, da die örtliche Entfernung der beiden einfach zu groß ist. Doch sie hat große Probleme, kämpft sich aber wie immer tapfer durch.

Mir hat das Buch gut gefallen, besser als der zweite Teil. Der Schreibstil von Elena Ferrante ist einzigartig, sie schreibt wirklich sehr gut und man kann sich die Schauplätze wirklich gut vorstellen. Auch die Generation vor Elena und Lila stellt sie meiner Meinung nach sehr gut und eindrucksvoll dar. Mir hat der Stil schon in den ersten beiden Teilen sehr gut gefallen und es macht einfach Spaß Elena Ferrante zu lesen. Ich freue mich auch schon sehr auf den vierten Teil, denn auch der dritte Teil hat wieder so aufgehört, dass man die Geschichte unbedingt weiter lesen muss.

Meine Bewertung: 4/5

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