Susanne Betz: Tanz in die Freiheit – Rezension

Die beiden Geschwister Felix und Eleonore wachsen in Weimar auf, zur Zeit von Goethe und Schiller. Felix ist Student und genießt die Vorlesungen bei dem berühmten Schiller. Eleonore soll bald heiraten, einen Mann mit hohem Ansehen, Anselm. Ihr Vater wurde in den Adelsstand erhoben und ihre Mutter stammt aus einem uralten Adelsgeschlecht. Doch die Mutter der beiden ist verwirrt und nicht mehr ganz bei Sinnen. Die Mathematikerin gibt nur wirres  Zeug von sich und um ihre Gesundheit steht es deutlich schlechter. Felix vertreibt seine Zeit mit Freunden und hat viel Spaß, während Eleonore mit ihrer Freundin Christiane Vulpius, der Geliebten von Goethe, die Reichen bestiehlt und das Diebesgut den von Armut strebenden Leuten zu überreichen. Eleonore findet viel Freunde daran, merkt aber auch oft, dass ihre Hilfe viel zu spät kommt. Als nun die Mutter verstirbt und ihr Erbe offenbart, ändert sich das Leben der beiden schlagartig. Denn das Testament der beiden besagt, sie bekämen ihr Erbe von über zwei Millionen Lire nur, wenn sie nach Paris reisen würden und es gegen einen Koffer voller mathematischen Berechnungen einem gewissen Dr. Schwartz überreichen. Doch in Paris herrschen die Nachwirkungen der Revolution und die ganze Gesellschaft steckt in einer Phase der Veränderung. Auf der Reise nach Paris erkältet sich Felix fürchterlich, sodass er die ersten Monate in Paris im Krankenbett verbringt. Währenddessen befreundet sich Eleonore mit Menschen an, die viel freizügiger und offener sind als die Gesellschaft im ländlichen Weimar und somit gerät Eleonore oft an ihre Grenzen des Wissens und wird auch immer mehr Teil der Pariser Gesellschaft. Als es Felix wieder besser geht, machen sich die beiden auf die Suche nach Dr. Schwartz, welche sich als mühselig erweist. Als die beiden dann ihr Geld erhalten, sind sie zu sehr mit den politischen Flüssen und Ereignissen in Paris beschäftigt und finden zusätzlich noch Dinge aus der Vergangenheit von ihrer Mutter heraus, die ihr ganzes Leben ändern werden…

Die Geschichte wird abwechselnd von Eleonore und Felix erzählt, wodurch man abwechselnd gute Eindrücke von beiden Sichtweisen bekommt. Eleonore ist eher frei und offen und sehnt sich danach, die Ketten der Benimmregeln und Etikette zu sprengen und einfach ihr Leben zu leben. Felix ist sehr vernünfig, lässt sich aber auch gerne zu Dingen überzeugen, die er nur unterbewusst will und nie aussprechen würden. Eleonore hat mir besser gefallen, da sie einfach und ungezwungen war. Außerdem hat sie sich getraut, den Mund auf zu machen und hat sich oft auch mit anderen angelegt.

Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen und mich gut unterhalten können. Der Schreibstil von Susanne Betz ist aber wirklich anspruchsvoll und das Buch somit nichts für Anfänger. Sie benutzt Wörter, von denen man wirklich noch nie etwas gehört hat und umschreibt auch viel, beschönigt viel. Teilweise war mir das Buch auch ein wenig zu politisch und sachlich. Doch es war durchaus verständlich.

Meine Bewertung: 3/5

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