Jodi Picoult: Kleine große Schritte – Rezension

Nachdem Jodi Picoult sich wohl sehr lange nicht an das Thema Rassismus herangewagt hat, ist ihr hier wieder einmal ein außergewöhnliches Werk gelungen.

Für Ruth ist seit ihrem 5. Lebensjahr klar, sie will Hebamme werden. Schlüsselerlebnis war, als sie damals unfreiwillig eine Geburt miterlebt hatte. Sie ist sehr ehrgeizig und setzt alles daran ihren Traum zu verwirklichen und schafft es tatsächlich eine sehr gute Hebamme und Säuglingskrankenschwester zu werde. Sie ist schon weit über zwanzig Jahre im Dienst, als ein frischgebackenes Elternpaar nicht von ihr betreut werden will. Ruths Hautfarbe passt ihnen nicht. Tuck und Brittany Bauer hassen Schwarze, Schwule, Juden und überhaupt alle Ausländer. Nur die arische Rasse zählt. Als das Baby der Bauers plötzlich zu atmen aufhört, weiß  Ruth nicht wie sie sich verhalten soll. Denn egal was sie tun wird, es wird das Falsche sein.  Als das Baby stirbt, wollen die Eltern nur noch Rache. Ruth wird des Mordes angeklagt…. Ein Nervenaufreibender Prozess beginnt.

Die Charaktere der Protagonisten sind hier sehr gut gelungen. Die Geschichte wird aus den verschiedenen Sichtweisen in der Ich Schreibweise einzeln erzählt. Die Ängste und Gefühle sind sehr gut nachvollziehbar. Bis Ende des Buches wird hier jedem klar: es gibt aktiven und passiven Rassismus und irgendwie sind wir alle betroffen – das machte mich sehr nachdenklich.
Nachdem mich die letzten beiden Werke der Autorin weniger überzeugt hatten, hat sie mich hiermit wieder als ihre begeisterte Leserin gewonnen.

Meine Bewertung: 4,5/5

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s